Was ein Rollator ohne Rezept kostet
Im Fachhandel kostet ein einfacher Standardrollator ab etwa 60 Euro. Leichte Rollatoren aus Aluminium kosten meist rund 190 bis 250 Euro. Ein Rollator aus Carbon liegt bei rund 490 Euro, besondere Modelle kosten bis knapp 950 Euro. Ein Deltarad mit drei Rädern bekommen Sie für rund 60 bis 210 Euro.
Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Ein günstiger Rollator ist umgekehrt nicht gleich unsicher. Entscheidend ist, dass er zu Ihrem Körper und zu Ihren Wegen passt und richtig eingestellt ist.
Welche Rollator-Bauart zu Ihrem Alltag passt
Vier Bauarten decken fast jeden Alltag ab. Es gibt den Standardrollator, den leichten Rollator aus Aluminium, den Rollator aus Carbon und das Deltarad mit drei Rädern.
Die vier Bauarten wiegen rund 5 bis 10 Kilogramm und kosten ohne Rezept ab etwa 60 Euro bis rund 490 Euro. Am leichtesten sind Modelle aus Aluminium mit 5 bis 6 Kilogramm und aus Carbon mit 5 bis 7 Kilogramm. Ein Standardrollator wiegt rund 10 Kilogramm, ein Deltarad 5 bis 7,6 Kilogramm.
| Bauart | Gewicht | Preis ohne Rezept | Gut geeignet für |
|---|---|---|---|
| Standardrollator | rund 10 Kilogramm | ab etwa 60 Euro | Wege draußen, Bordsteine, unebenen Boden |
| Leichter Rollator aus Aluminium | 5 bis 6 Kilogramm | rund 190 bis 250 Euro | Auto, Reisen, Treppen |
| Rollator aus Carbon | 5 bis 7 Kilogramm | rund 490 Euro | Menschen, die den Rollator oft heben |
| Deltarad mit drei Rädern | 5 bis 7,6 Kilogramm | rund 60 bis 210 Euro | enge Wohnungen, kurze Wege drinnen |
Ein Standardrollator steht stabil, wenn Sie sich beim Aufstehen kräftig abstützen. Ein leichter Rollator lässt sich einfacher ins Auto heben und über eine Türschwelle ziehen. Das Deltarad hat drei Räder statt vier und kommt deshalb in engen Fluren besser um die Ecke. Dafür kippt es leichter als ein Rollator mit vier Rädern.
Für Menschen mit hohem Körpergewicht gibt es Rollatoren mit erhöhter Belastbarkeit. Solche Modelle, die die Kassen bezahlen, tragen mehr als 150 Kilogramm. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe zur Belastbarkeit.
Nutzen Sie den Rollator vor allem in der Wohnung?
Ist Ihre Wohnung eng, mit wenig Platz zum Wenden?
Ein Deltarad mit drei Rädern ist wendiger und kommt in engen Fluren besser um die Ecke.
Ein leichter Rollator aus Aluminium reicht meist und kommt gut durch Türen.
Sind Sie oft auf Kopfsteinpflaster oder an Bordsteinen unterwegs?
Ein Standardrollator steht stabiler, wenn Sie sich kräftig abstützen.
Muss der Rollator oft ins Auto oder mit auf Reisen?
Ein leichter Rollator aus Aluminium oder Carbon lässt sich am leichtesten falten und heben.
Ein Standardrollator deckt die meisten Wege draußen zuverlässig ab.
Manche Haushalte kommen mit zwei Geräten besser zurecht, etwa einem Deltarad für drinnen und einem Standardrollator für draußen. Beim Kauf entscheiden darüber nur Ihr Geld und Ihr Platz. Einen zweiten Rollator auf Rezept zahlt die Kasse dagegen nur mit besonderem Grund.
Wie Sie Griffhöhe und Sitzhöhe am Rollator einstellen
Die Griffhöhe entscheidet, ob Ihr Rücken beim Gehen gerade bleibt. Als Faustregel gehört der Griff auf die Höhe Ihres Handgelenks, wenn Sie aufrecht stehen und die Arme locker hängen lassen. Stehen die Griffe zu tief, krümmen Sie den Rücken. Stehen sie zu hoch, ziehen Sie die Schultern hoch und werden schneller müde.
- Stellen Sie sich in Ihren normalen Schuhen aufrecht hin und lassen Sie beide Arme locker hängen.
- Messen Sie den Abstand vom Boden bis zu Ihrem Handgelenk. Auf diese Höhe gehören die Griffe.
- Stellen Sie beide Griffe gleich hoch ein. Fassen Sie die Griffe an, sollte der Ellenbogen leicht gebeugt sein und nicht ganz gestreckt.
- Setzen Sie sich probeweise auf den Sitz. Ihre Füße sollten flach auf dem Boden stehen, die Knie etwa im rechten Winkel.
- Schieben Sie den Rollator ein paar Meter. Müssen Sie sich nach vorn beugen, um die Griffe zu erreichen, stimmt die Höhe noch nicht.
Für den Sitz gilt dasselbe wie für einen guten Stuhl. Sitzen Sie zu hoch, baumeln die Füße. Sitzen Sie zu tief, fällt das Aufstehen schwer. Messen Sie deshalb nach, statt zu schätzen.
Woran Sie einen sicheren Rollator erkennen
Ein Rollator ist ein Medizinprodukt. Mit dem CE-Zeichen auf dem Typenschild erklärt der Hersteller, dass er die Sicherheitsregeln für Medizinprodukte einhält. Ein Modell ohne CE-Zeichen oder ohne deutsche Gebrauchsanweisung sollten Sie nicht kaufen, auch wenn es im Internet günstig ist.
Rollatoren, die die Krankenkassen bezahlen, müssen einige Dinge mitbringen. Daran können Sie sich auch beim Kauf orientieren.
- Die Bremsen an den Hinterrädern lassen sich dosieren und feststellen.
- Die Vorderräder lassen sich lenken.
- Die Griffe lassen sich in der Höhe verstellen.
- Reflektoren an allen Seiten sorgen dafür, dass man Sie in der Dämmerung sieht.
- Eine Ankipphilfe gehört dazu. Das ist ein Tritt, mit dem Sie die Vorderräder an einem Bordstein anheben.
- Der Rollator wiegt mit Korb oder Tasche höchstens 10 Kilogramm.
Prüfen Sie im Laden, ob sich die Bremshebel auch mit wenig Kraft ziehen lassen. Gerade bei Arthrose in den Fingern zählt das. Stellen Sie die Feststellbremse fest und prüfen Sie, ob der Rollator auf leicht schrägem Boden stehen bleibt. Klappen Sie ihn einmal zusammen und wieder auf, denn ein klemmender Mechanismus stört Sie jeden Tag.
Stiftung Warentest prüfte 2025 elf Rollatoren
Die Stiftung Warentest hat im August 2025 einen Test mit elf Rollatoren veröffentlicht. Acht davon waren leichte Modelle aus Aluminium oder Carbon, drei waren aus Stahl. Drei Testpersonen, die selbst einen Rollator nutzen, haben jedes Modell ausprobiert.
Geprüft wurde, wie gut man mit dem Rollator über Türschwellen und Teppich kommt, an einen Tisch heranfährt und sich in einen Sessel setzt. Draußen ging es um ebenen und unebenen Boden, eine Rampe und eine Bordsteinkante. Dazu kamen die Handhabung und die Sicherheit. Die Tester fanden, dass nicht alle Modelle überzeugen. Einige sind wenig bequem und schwer zu bedienen.
Für Ihren Kauf heißt das: Ein niedriges Gewicht allein macht noch keinen guten Rollator. Ein Modell, das im Laden auf glattem Boden gut rollt, kann auf Kopfsteinpflaster ganz anders laufen. Probieren Sie den Rollator deshalb auch draußen aus.
Wann der Rollator auf Rezept günstiger ist
Brauchen Sie den Rollator wegen einer Krankheit oder Behinderung, zahlt die Krankenkasse ihn. Sie zahlen dann 10 Prozent des Preises dazu, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Ab dem 1. Januar 2027 sind es mindestens 7,50 und höchstens 15 Euro. Für einen Rollator von der Krankenkasse brauchen Sie meist ein Rezept aus der Arztpraxis.
Brauchen Sie den Rollator auf Dauer, ist das Rezept fast immer günstiger. Sie zahlen nur die Zuzahlung, und nötige Reparaturen übernimmt die Kasse. Wählen Sie ein teureres Modell als nötig, zahlen Sie den Aufpreis selbst. Diesen Aufpreis nennt das Sanitätshaus Aufzahlung.
Der Kauf passt eher, wenn Sie schnell ein bestimmtes Modell wollen, etwa vor einer Reise. Er passt auch für ein Zweitgerät, zum Beispiel für die Ferienwohnung.
Häufige Fragen
Was kostet ein Rollator ohne Rezept?
Ein Rollator ohne Rezept kostet im Fachhandel ab etwa 60 Euro für ein Standardmodell. Leichte Rollatoren aus Aluminium kosten rund 190 bis 250 Euro, Modelle aus Carbon rund 490 Euro. Der Preis allein sagt wenig über die Sicherheit.
Wie viel wiegt ein Rollator?
Ein Rollator wiegt meist zwischen 5 und 10 Kilogramm. Ein Standardrollator wiegt rund 10 Kilogramm und steht stabil, wenn Sie sich kräftig abstützen. Müssen Sie ihn oft ins Auto heben, ist ein leichtes Modell aus Aluminium mit 5 bis 6 Kilogramm bequemer.
Wie stelle ich die Griffhöhe am Rollator richtig ein?
Die Griffe am Rollator gehören auf die Höhe Ihrer Handgelenke, wenn Sie aufrecht stehen und die Arme locker hängen lassen. Der Ellenbogen bleibt dann beim Schieben leicht gebeugt. Stehen die Griffe zu tief, krümmen Sie den Rücken.
Was ist der Unterschied zwischen einem Deltarad und einem Rollator?
Ein Deltarad hat drei Räder statt vier und ist deshalb wendiger als ein Rollator. In engen Wohnungen kommt es besser um Ecken. Dafür kippt es leichter als ein Rollator mit vier Rädern.
Ist ein Rollator auf Rezept günstiger als ein gekaufter?
Ja, ein Rollator auf Rezept ist fast immer günstiger, wenn Sie ihn dauerhaft brauchen. Sie zahlen höchstens 10 Euro dazu, ab dem 1. Januar 2027 höchstens 15 Euro, und nötige Reparaturen zahlt die Kasse. Ein Kauf passt eher für ein Zweitgerät oder ein bestimmtes Wunschmodell.
Woran erkenne ich einen sicheren Rollator?
Einen sicheren Rollator erkennen Sie an Bremsen, die sich dosieren und feststellen lassen, und an lenkbaren Vorderrädern. Rollatoren, die die Krankenkassen bezahlen, haben außerdem verstellbare Griffe, Reflektoren an allen Seiten und eine Ankipphilfe für Bordsteine. Achten Sie auch auf das CE-Zeichen und eine deutsche Gebrauchsanweisung.
